Das Weiterbildungsinstitut
Deutsches Walking Institut e.V.

DVGS - Deutscher Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e. V.

Neben unserem Kursangebot  bietet das Weiterbildungsinstitut (DWI) auch die Möglichkeit die Weiterbildungszertifikate DVGS Sport- und Bewegungstherapie und DVGS Gesundheitsförderung innerhalb des Studiums zu erwerben. Vorausgesetzt wird dabei, dass der Bachelor- sowie Masterabschluss am Institut für Sport und Sportwissenschaft des KITs absolviert wurde. Die seit 2012 bestehende Kooperation mit dem Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS) e.V. ermöglicht die Anerkennung von Studieninhalten, um die Ausbildungszeit der genannten Weiterbildungen zu verkürzen und Zertifikate und Lizenzen zu erwerben. Die Weiterbildungsinhalte, die keine Studieninhalte sind, werden über das DWI abgedeckt. Nach Abschluss des Studiums und Einreichen eines Institutsnachweises erfolgt mit der Mitgliedschaft im DVGS e.V. die Lizenzierung und Ausstellung der Zertifikate.

Übersicht der DVGS-Weiterbildungen


DVGS Sport- und Bewegungstherapie

In einer älter werdenden Gesellschaft tauchen degenerative und chronische Erkrankungen immer häufiger auf. Die meisten Krankheitsbilder stehen häufig direkt oder indirekt mit Bewegungsmangel in Verbindung. Hier setzt die Sport- und Bewegungstherapie an, die aber nicht nur zu mehr Bewegung anregen will, sondern auf eine veränderte gesundheitsbewusste Lebensführung abzielt. Deshalb sollten Sport- und Bewegungstherapeuten eine Doppelqualifikation mitbringen. Einerseits sind Fertigkeiten und Kenntnisse der Medizin und Trainingswissenschaft nötig, andererseits spielt der pädagogische Aspekt eine große Rolle.


Aufbau der Weiterbildung

Die Weiterbildung DVGS Sport-/ Bewegungstherapie setzt sich aus einem vierstufigen Modell zusammen. Die einzelnen Stufen können teilweise durch die Studieninhalte aus dem Bachelor oder Masterstudium am Institut für Sport und Sportwissenschaft des KIT anerkannt werden. Diese Zusatzqualifikation schließt mit einem Zusatztitel ab, der als Berufsbezeichnung durch den Fachverband vergeben wird, markenrechtlich geschützt ist und ergänzend zur akademischen Berufsbezeichnung geführt wird. Die Weiterbildung ermöglicht eine Spezialisierung in einem der fünf Indikationsbereiche: Orthopädie/Rheumatologie/Traumatologie (ORT), Neurologie (aufbauend auf einer bestehenden Zertifizierung ORT), Internistische Erkrankungen, Psychiatrie/Psychosomatik/Sucht (PPS) und Okologie, welcher im Zusatztitel mitgeführt wird (Bsp. Master of Science Sportwissenschaft, Sport-/ Bewegungstherapie DVGS - Orthopädie/Rheumatologie/Traumatologie). Die Zusatzqulifikation schließt mit einem Zertifikat ab, ist lebenslang gültig und setzt eine Mitgliedschaft im Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V. (DVGS) voraus. Sie ist in der ambulanten, medizinischen und stationären Rehabilitation von allen Leistungsträgern (BAR, GKV, DRV Bund, DGUV) zur Abrechungsfähigkeit anerkannt.


Stufe I: Zulassung zur Sport-/Bewegungstherapie DVGS

Bei der Stufe I handelt es sich um eine Zulassungsvoraussetzung zur Weiterbildung, bei der die bereits vorliegenden Qualifikationen überprüft werden. Vorausgesetzt wird eine Ausbildung als professionelle Bewegungsfachkraft mit mindestens dreijähriger akademischer oder entsprechender nichtakademischer Ausbildung mit mindestens 10 ECTS körpereigener Erfahrung / Sportpraxis. Hierzu gehören beispielsweise Berufsabschlüsse wie Sportlehrer, Sportwissenschaftler, Diplomsportlehrer, Diplomsportwissenschaftler, Magister, Bachelor und Master jeweils im Fach Sport-/Bewegungswissenschaft.


Stufe II: Grundlagen

Die Stufe II beinhaltet die Grundlagen der Sport-/Bewegungstherapie (10 ECTS), die sich in Pflichtmodule (7 ECTS) und die Wahlmodule (3 ECTS) untergliedern.


Die Pflichtmodule umfassen insgesamt 7 ECTS. Die Module Gesundheitswissenschaftliche Grundlagen (1 ECTS) und Biologisch-medizinische Grundlagen/Diagnostik (3 ECTS) werden durch die Studieninhalte im Bachelor und Master Sportwissenschaft bereits anerkannt. Das Pflichtmodul Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz (3 ECTS) muss mit 1 ECTS über den DVGS e.V. belegt werden, die übrigen 2 ECTS werden bereits durch das Bachelor und Masterstudium anerkannt.

Die Wahlmodule sind frei wählbar und müssen insgesamt 3 ECTS umfassen. Aus den Wahlmodulen wird das Modul Kräftigungstraining/ Grundlagen der MTT durch die Inhalte im Bachelorstudium und das Modul Fachberater Betriebliches Gesundheitsmanagement durch die Inhalte im Masterstudium bereits anerkannt.


Die Wahlmodule, die keine Studieninhalte des Bachelor- oder Masterstudiums am Institut für Sport und Sportwissenschaft des KIT sind,  werden als Präsenz- oder Onlineweiterbildungen über das Weiterbildungsinstitut (DWI) angeboten.

Die Wahlomodule der Stufe II bilden abrechnungsfähige Lizenzinhalte und beinhalten Verbandskonzepte der Zentralen Prüfstelle für Prävention (bzw. Rehabilitation). Die Stufe II schließt mit einer Prüfung (Klausur) ab. Das erfolgreiche Bestehen ist die Voraussetzung für die Zulassung zu Stufe III.


Stufe III: Spezialisierungen

Die Stufe III befasst sich mit den Spezialisierungen der Sport-/Bewegungstherapie (10 ECTS), die sich in Pflichtmodule (3 ECTS) und die Wahlmodule (7 ECTS) untergliedern.

Die Pflichtmodule umfassen insgesamt 3 ECTS. Die Module Indikationsübergreifende Diagnostik/Befunderhebung (1 ECTS) und das obligate Wahlmodul (1 ECTS) werden durch die Studieninhalte im Master of Science Sportwissenschaft bereits anerkannt. Das Pflichtmodul Indikationsübergreifende sonstige Aspekte: Schmerz (1 ECTS) muss über den DVGS e.V. belegt werden.

Die Wahlmodule sind frei wählbar und müssen insgesamt 7 ECTS umfassen. Nach erfolgreich abgeschlossenem Masterstudium am Institut für Sport und Sportwissenschaft des KITs ist nach Anerkennung der Studieninhalte eine Doppelspezialisierung im Bereich Orthopädie/Rehumatologie/Traumatologie und Internistische Medzin möglich, sofern die nachfolgenden  Zusatzqualifikationen erworben werden.

Die Zusatzqualifikationen, die neben dem Studium zur Doppelspezialisierung führen und über die Weiterbildungsakademie (DWI) belegt werden können sind:


Stufe IV: Praktische Tätigkeit

Zur Erlangung der Zertifizierung Sport-/Bewegungstherapie DVGS ist der schriftliche Nachweis einer praktischen Tätigkeit in einer ambulanten oder stationären rehabilitativen, medizinischen Einrichtung vorausgesetzt. Die praktische Tätigkeit kann in mehreren zeitlichen Einheiten oder in einer Zeiteinheit erworben werden und setzt einen Umfang von 6 Monaten mit einer Mindestwochenarbeitszeit von 30 Stunden voraus. Eine Teilzeittätigkeit (weniger als 30 Stunden wöchentlich) im Bereich der Rehabilitation kann auf Antrag für das Praktikum angerechnet werden. Durch die Anerkennung von Teilzeittätigkeiten können maximal 50% des gesamten praktischen Nachweises anerkannt werden. Das Weiterbildungsinstitut (DWI) empfiehlt die praktische Tätigkeit im Rahmen des studiumsbezogenen Praktikums zu absolvieren.


DVGS Gesundheitsförderung

Der Bedarf an Bewegungsfachkräften zur konzeptionellen und beratenden Leistung in Settings steigt. Dieser Bedarf soll durch die neue Zusatzqualifikation DVGS Gesundheitsförderung gedeckt werden. Diese Weiterbildung schließt mit einem Zertifikat ab.


Stufe I: Zulassung zur Gesundheitsförderung DVGS

Bei der Stufe I handelt es sich um eine Zulassungsvoraussetzung zur Weiterbildung, bei der die bereits vorliegenden Qualifikationen überprüft werden. Vorausgesetzt wird eine Ausbildung als professionelle Bewegungsfachkraft mit mindestens dreijähriger akademischer oder entsprechender nichtakademischer Ausbildung mit mindestens 5 ECTS körpereigener Erfahrung / Sportpraxis. Hierzu gehören beispielsweise Berufsabschlüsse wie Sportlehrer, Sportwissenschaftler, Diplomsportlehrer, Diplomsportwissenschaftler, Magister, Bachelor und Master jeweils im Fach Sport-/Bewegungswissenschaft.


Stufe II: Grundlagen

Die Stufe II beinhaltet die Grundlagen der Gesundheitsförderung (25 ECTS) für das Präventionsprinzip I und (4 ECTS) für das Präventionsprinzip II. Die Inhalte des Bachelor- oder Masterstudiums in Sportwissenschaft am Institut für Sport und Sportwissenschaft des KITs werden für die  Stufe II DVGS  Gesundheitsförderung komplett anerkannt.

Stufe III: Stufenmodell

Die Stufe III befasst sich mit dem Stufenmodell Gesundheitsförderung (10 ECTS), die sich in Pflichtmodule (7 ECTS) und die Wahlmodule (3 ECTS) untergliedern.


Die Pflichtmodule umfassen insgesamt 7 ECTS. Die Module Strategien der individuellen Gesundheitsförderung und Prävention/Settingansatz (3 ECTS) und Lebensstilorientierte Assesments (1 ECTS) werden durch die Studieninhalte im Bachelor- und Masterstudium bereits anerkannt. Das Pflichtmodul Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz (1 ECTS) muss über den DVGS e.V. belegt werden, die übrigen 2 ECTS werden bereits durch das Bachelor- oder Masterstudium anerkannt.

Die Wahlmodule sind frei wählbar und müssen insgesamt 3 ECTS umfassen. Aus den Wahlmodulen wird das Modul Kräftigungstraining/ Grundlagen der MTT durch die Inhalte im Bachelorstudium und das Modul Fachberater Betriebliches Gesundheitsmanagement durch die Inhalte im Masterstudium bereits anerkannt.

Die Wahlmodule, die keine Studieninhalte des Bachelor- oder Masterstudiums am Institut für Sport und Sportwissenschaft des KIT sind,  werden als Präsenz- oder Onlineweiterbildungen über das Weiterbildungsinstitut (DWI) angeboten.

Die Wahlomodule der Stufe III bilden abrechnungsfähige Lizenzinhalte und beinhalten Verbandskonzepte der Zentralen Prüfstelle für Prävention (bzw. Rehabilitation).


DVGS Rückenschulkursleiter (KddR)

Der DVGS Rückenschulkursleiter (KddR) ist eine von den Krankenkassen, entsprechend zu den Kriterien der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen zur Umsetzung von § 20 Abs. 1 und 2 SGB V, anerkannte Weiterbildung. Die Ziele und Inhalte orientieren sich nach den Richtlinien der KddR (Konföderation der deutschen Rückenschulen). Im Zuge des Bachelor- oder Masterstudiums am IfSS kann die Rückenschulkursleiter-Lizenz erworben werden.



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